Panamericana 2013

… irgendwo zwischen Alaska und Feuerland

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Auf dem Weg zur Kaffeeplantage!!!

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Kaffee Tour @ Finca Hamburgo

Nach dem tollen Erlebnis und somit einem unserer Highlights bei „Hierve el Agua“ fahren wir weiter zum Staat Chiapas. Dort wollen wir uns die Kaffeeplantage “Finca Hamburgo” angucken. Der Weg ist weit und wir müssen einen Zwischenstop an der Pazifikküste in Puerto Arista einlegen. Jose’s Camp ist zwar schön und gepflegt aber die unerträgliche Hitze lässt uns schwitzen. Ohne Ventilator würden wir zerfließen. Es wird wärmer und wärmer.

Das Thermometer steigt bis auf 40 Grad. Auch die Nacht ist nicht wesentlich kühler. Eigentlich gefällt uns der Platz sehr gut aber uns ist definitiv zu heiß – das bedeutet wir bleiben nur eine Nacht und hoffen auf ein wenig Abkühlung in den Bergen beim Besuch der Kaffeeplantage.

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Gegenverkehr in Mexiko

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Einer der weniger schönen Übernachtungsplätze.

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Auf dem Weg an die Pazifikküste…

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…an Windrädern mangelt es hier nicht!

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Am Strand von Puerto Aristo. “Böse Lissy!” Wer sich die toten Fische am Strand stibitzt bekommt ne Standpauke.

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“Wieso geht der denn so weit weg?”

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Cashew Nüsse am Baum statt im Studentenfutter.

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@ Jose’s Camp.

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Unser Retter in der Not/ Hitze! Ohne den geht nix.

Finca Hamburgo ist unser Ziel. Google Maps schlägt uns die Route vor und wir fahren durch die kleinsten Käffer in den Bergen. Wir sind schon seit 5 Monaten in Mexiko aber hier sind wir zum ersten mal so richtig nah an den Dorfmenschen und sehen die kleinen „Häuschen“ ganz deutlich. Es ist für mich unvorstellbar hier zu leben und ich frage mich immer wieder was die Leute hier den ganzen Tag machen.
Unterwegs fragen wir immer wieder die Einheimischen ob wir noch auf dem richtigen Weg zur Finka Hamburgo sind. Immerhin kennen die Leute die Finka aber es sei ein langer Weg, sagen sie. Zwischen 1 und 3 Stunden bekommen wir alles zu hören. Irgendwann hört die geteerte Straße leider auf und wird mit eine sehr schlechte Off Road Piste ersetzt. Zwar wagen wir die ersten 5 km mit Hänger aber dann bekommen wir Angst, dass der Anhänger aufsetzt oder die Straße zu schmal wird. Wir sind richtig genervt. „Toll. Ohne Hänger hätten wir hier jetzt kein Problem!“, denken wir beide.

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Die kleinen Dörfer in den Bergen. Immerhin gibt es im Dorf gute Straßen.

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Danach wird es holprig…

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…leider zu holprig für den Hänger

Wir entscheiden uns schweren Herzen umzudrehen. Aber wohin? Wir haben keinen Nachtplatz und für diese Gegend steht auch nichts in unserem Buch. Außerdem wollen wir ja definitiv zur Finka. Ich frage also mit Händen und Füßen und den 5 Worten spanisch die ich bisher als Satz rauskriege bei verschiedenen Privatleuten ob wir auf deren Grundstück campen dürfen. Beim dritten mal Fragen haben wir Glück und dürfen übernachten. Und sogar den Hänger morgen abstellen während wir mit dem Toyota hoch in die Berge fahren.

Auch heute ist es sehr, sehr heiß. Wir kleben und wollen am liebsten eine kalte Dusche. Der junge Mann der uns erlaubt hat hier zu campen erlaubt uns auch das Bad inkl. „Dusche“ zu nutzen. Das Klo ist ein gewöhnliches Klo aber eine Spülung, wie wir sie kennen, gibt es nicht. Es gibt nur einen Eimer und ein Becken, welches automatisch mit Flusswasser vollläuft. Was tun? Den Eimer mit Wasser füllen und manuell spülen 😉
Die „Dusche“ ist auch keine gewöhnliche europäische Dusche, denn einen Brausekopf oder eine Duscharmatur gibt es nicht. Zum Duschen muss man nur das Eimerchen füllen und sich das Wasser überkippen. Es ist zwar ungewöhnlich aber super erfrischend und im Grunde brauchen wir gar nicht mehr als das.

Am nächsten Morgen starten wir die Off Road Tour durch die Berge – ohne Hänger. Es ist eine super tolle Landschaft aber es geht steil nach oben. Hier kommt sogar der Toyota ins Schwitzen. Da wir sowieso langsam wie eine Schnecke unterwegs sind kann Lissy ab und zu, an den schattigen Stellen, aussteigen und uns hinter herlaufen.

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Super schöne Pflanzen – was auch immer das ist.

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Das kenn ich! Bambus! Und der ist nicht von Ikea.

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Idyllische Landschaft und weit und breit …

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…nur wir.

Nach guten zwei Stunden kommen wir an. Es ist der Wahnsinn. Eine sehr nette mexikanische Dame begrüßt uns mit den Worten: „Guten Morgen“ statt „Buenos Dias“. „Interessant“, denken wir und staunen nicht schlecht. Sie erklärt uns, dass es ein Restaurant gibt, ein SPA Bereich und Cabanas. Außerdem bietet sie uns direkt einen Cafe an und erklärt uns ein wenig zur Geschichte der „Finca Hamburgo“. Diese ist schon seit 126 Jahren in deutschem Familienbesitz – daher auch die deutsche Begrüßung. Leider ist der Besitzer selbst aber nicht vor Ort. Schade, wir hätten uns gerne mit ihm unterhalten. Wir gönnen uns ein gutes Frühstück im „Luxus Restaurant“ mit weißen Tischdecken und Stoffservietten. Der perfekte Ort für Overlander in alten Hosen und verschwitzen T-Shirts 😉

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Hmmmm lecker Omelette.

Gut gestärkt zeigt uns ein sehr zuvorkommender Angestellter den SPA und Cabana Bereich. Ein Traum! Eine Tour durch die Kaffeeplantagen können wir erst morgen früh machen…. Wir überlegen lange ob wir uns den Luxus der Cabana gönnen sollen oder auf die Tour verzichten? Aber deswegen sind wir doch hier! Geld hin oder her… wir nehmen eine Cabana und, damit es sich auch richtig lohnt, lassen wir im SPA Bereich bei einer 45-minütigen Massage die Seele baumeln.

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Top SPA Anlage!

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Schade, die Massage ist schon vorbei.

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Das Massageöl abduschen…

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…und abkühlen.

Die Cabana ist super! Wir haben ein eigenes Badezimmer und alles ist blitze blank. Sehr unüblich für Mexiko und vor allem das krasse Gegenteil zu dem Bad gestern Abend im Dorf.
Hier oben kühlt es, wie erhofft, ab und wir genießen die angenehme frische Luft bei 20 Grad und einem kleinen Spaziergang durch den Nebel.

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Wir sind alle begeistert!

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Im Nebel wirk alles noch besser!

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Unser kleiner Abendspaziergang.

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Wir sehen leider nur die Kaffee Blüten

Als ich morgens aufwache und aus dem Fenster gucke wartet eine kleine Überraschung auf mich…

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Juhuuu, Kaffee!

Wie wir leider erfahren, ist die Kaffee Ernte seit Februar beendet. Wir sind zu spät hier 🙁 Mist! Somit sehen wir am nächsten morgen nur die nackten, “toten” Hallen und auch keine Kaffeebohnen an den Bäumen. Schade aber trotzdem sehr interessant zu sehen was für einen langen Prozess die Bohne, die wir ganz easy einkaufen können, durchmacht.

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Hier werden die Bohnen zuerst im Wasser gewaschen.

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Trocknungs Phase Nr. 1

 

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Trocknungs Phase Nr. 2

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Ich weiß nicht mehr was diese Geräte tun…

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Die Frauen am Fließband…

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…sortieren 8 Stunden am Tag die schlechten Bohnen aus.

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O Ton unseres Guides: “These are for Nescafe” Das ist nicht die Bohne sondern der Abfall!

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So sieht die gute Bohne aus die exportiert werden kann.

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Zum Glück konnte unser Guide englisch.

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Säcke zunähen ist keine leichte Arbeit.

Es war ein weiter Weg aber es hat sich gelohnt! Unser Weg zurück ist wesentlich einfacher, denn es gibt „natürlich“ eine gut ausgebaute Straße hier her. Logisch! Wir hatten immer wieder überlegt wie andere Gäste überhaupt hier herkommen sollen. Der Weg zur Finca ist am einfachsten von Tapachula aus zu erreichen. Wer jedoch die Off Road Strecke bevorzugt fährt ab Huixtla durch die Berge 🙂

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