Panamericana 2013

… irgendwo zwischen Alaska und Feuerland

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Besuch bei Tiger & Co!

IMG_1759-2Wir verlassen Belize City und fahren ins Landesinnere. Unweit der Stadt befindet sich der einzige Zoo des Landes. Dort werden ausschließlich Tiere gehalten die illegal als Haustiere gehalten, verletzt aufgefunden oder anderweitig gerettet wurden – ohne den Zoo würden sie nicht mehr leben. Wir besuchen den Zoo, der mitten im Jungle viel Platz für die Tiere bietet.

Überraschenderweise verbringen wir fast den ganzen Tag dort, es gibt wirklich viel zu sehen und schön angelegten Wege laden zum Bummeln und Verweilen ein.

Da wir sehr früh dort sind und wenig los ist, bekommen wir sogar eine kleine, kostenlose Privatführung von einem der Wärter. 🙂

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20 Meter unter dem Meer

Hey, Hai!

Hey, Hai!

Der Tauchgang von “French Angel” kommt leider nicht zustande da sich kein weiterer Taucher gemeldet hat. Uns wird ein anderer Anbieter, “Scuba Sensations” empfohlen welche heute raus fahren. 30 Minuten später sitzen wir bereits bei Ian und Mike im Boot.

Ich bin nur blinder Passagier, während die Anderen ins Meer abtauchen – ich habe zum einen keinen Tauchschein und außerdem ein ziemliches Probleme mit dem Druckausgleich. Nach dem ersten Tauchgang werden die Flaschen in San Pedro ausgetauscht und ich nutze die Gelegenheit von Bord zu gehen – der Seegang ist zu stark für meinen Magen. Lucia und Jan hingegen erkunden weiter die Unterwasserwelten, während ich auf der Insel Ambergris Caye auf die beiden warte. Später stärken wir uns gemeinsam in einem lokalen Restaurant, bevor es mit dem Boot zurück auf “unsere” Insel geht.

Unser Inseltrip ist damit beendet und wir werden heute Abend noch zurück auf das Festland schippern. Dann geht es weiter ins Landesinnere – Strand und Meer wird es für absehbare Zeit nicht mehr geben, aber wir haben die Zeit genossen uns am Strand zu in der Sonne zu aalen, während es in Deutschland bald schneien wird.

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Reif für die Insel

DCIM100GOPROVon Belize City nehmen wir ein Boot auf Caye Caulker, eine der kleinen Inseln vor Belize – angeblich nicht so sehr touristisch. Wir wollen eine Nacht hier bleiben, um zu Schnorcheln und zu Tauchen. Nach 25 Minuten Bootsfahrt kommen wir früh morgens an, zumindest für das Inselleben scheint es früh zu sein. Es ist 8:30 Uhr und kaum jemand unterwegs. Wir suchen unser bereits im voraus ausgekundschaftetes Hotel “Sandy Lane”. Auf dem Weg dorthin stoppen wir an einem kleinen Tauch- und Schnorchel-Laden. Tauchen für Jan und Lucia klappt heute nicht mehr, da sich niemand für eine Tour angemeldet hat. Vielleicht morgen, es fehlt noch eine weitere Person, denn für den Tauch Trip wollen die Jungs vom Shop mind. drei Teilnehmer, sonst lohne es sich nicht, sagen sie. Jan und Lucia hoffen, dass sich noch jemand anmeldet. Schnorcheln klappt allerdings schon heute. Für diese Tour sind auch bereits vier weitere Personen angemeldet. Na dann, nix wie ins Hotel, Sachen ablegen und fertig machen. Juan unser Guide ist spitze, er ist sympathisch und hat Humor. Unter Wasser zeigt er uns immer die verschiedenen Fische und nennt sie beim Namen. Der erste Schnorchel-Stop ist das “Hol Chan Marine Reserve”. Hier sehen wir bunte Fische, Rochen, Wasserschildkröten, viele ungefährliche Quallen und sogar einen Hai. “Wozu tauchen?”, frage ich die Anderen. Ich habe bereits beim Schnorcheln alles an Meeresgetier gesehen und alle waren zum Greifen nah. Für mich reicht es eigentlich schon, aber es folgen zwei weitere Schnorchel-Spots. Zuerst stärken wir uns mit Sandwiches, welche im Preis enthalten sind und dann düsen wir weiter zum “Shark Ray Alley”. Hier dauert es nicht lange, bis sich die ersten Haie blicken lassen. Einer größer als der Andere. Auch hier sollen bzw. dürfen wir ins Wasser. Nicht mit mir, da lasse ich den Anderen gerne den Vortritt, irgendwie sind mir diese Haie nicht geheuert. Lucia und Jan springen rein und siehe da, sie werden nicht aufgefressen. 😉 Der letze Stop ist das “Coral Reef”. Leider gibt es hier vergleichsweise wenig zu sehen und nach einer kurzen, fruchtigen Pause mit Melone und Ananas, steuert Juan den Rückweg an. Uns hat’s sehr gefallen – die Tour mit “French Angel” können wir wärmstens empfehlen! Wir gönnen uns zur Krönung ein lecker Abendessen bei “Syd’s” und fallen müde ins Bett.

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Schon wieder die Polizei!

IMG_1620Unsere weitere Route durch Belize soll vorerst bis Belize City gehen, wo wir Lucia abends wieder treffen wollen. Soweit der Plan. Die Realität sieht anders aus. Wir fahren auf der Hauptstraße von Corozal nach Orange Walk Town und werden mitten im Nirgendwo von der Polizei an einer Straßensperre angehalten. Es ist eine merkwürdige Kontrolle, denn es ist kein eines Polizeiauto zu sehen, nur fünf Polizisten. Wir werden gefragt, ob wir eine Versicherung haben. Klar! Jan zeigt stolz auf den Aufkleber an der Windschutzscheibe. Ob wir auch eine separate Versicherung für den Anhänger haben, ist die nächste Frage. “Äh. Nein. Oder doch?”. So genau wissen wir es gar nicht.

Jan fährt rechts ran, ich krame die Unterlagen aus dem Kofferraum und zeige dem Polizisten den Wisch der Versicherungsagentur. Er liest es aufmerksam durch, stellt aber fest, dass der Anhänger nicht mit abgedeckt ist. Wir erklären ihm, dass das nicht unsere Absicht war. Wir erklären mehrfach, dass der Mann bei der Versicherung doch eigentlich hätte wissen müssen, dass wir für den Anhänger eine separate Versicherung brauchen. Wir versichern, dass wir sofort in Orange Walk Town ein Versicherungsbüro aufsuchen werden, da wir keine Lust auf weitere Polizeikontrollen dieser Art haben. Polizist Nr. 1 macht den Anschein als sei das für ihn in Ordnung. Polizist Nr. 2 allerdings, es war wahrscheinlich der Chef der Crew, ist anderer Meinung. Er nuschelt unverständliches Englisch in seinen Bart und erzählt was von “You don’t commit the offence man! You go to jail and pay 500 Dollar US.” Er sagt diesen Satz mehrfach, verlangt aber nicht direkt nach Geld. Er nuschelt weiter unverständliches Zeug vor sich hin. Im Grunde wird langsam klar, was uns schon schwante: Der böser Polizist will Bakschisch. Jan erklärt Polizist Nr. 1 (dem Netten Kerl) mehrfach, dass wir Belize schön finden, dass wir erst den zweiten Tag hier sind und nicht enttäuscht werden wollen. Doch nach 20 Minuten standhaftem debattieren dürfen wir, ohne einen Cent zu zahlen weiterfahren.

Unser neues Ziel: Ein Versicherungsbüro in Orange Walk Town. So ändern sich Pläne. Unser Auto ist bei “icb insurance” versichert und wir erfahren bei einer anderen Agentur, dass nur diese Gesellschaft unseren Anhänger versichern kann, da es sich um ein Gespann handelt. Wir suchen also das Office der “icb insurance” auf und werden schnell fündig. Die Dame im Office ist sehr nett, die Versicherung für den Anhänger kostet ebenfalls, wir für das Auto, 46 Belize Dollar und die Angelegenheit ist in 20 Minuten abgehakt. Nun sind wir vor weiteren Kontrollen sicher! Auf nach Belize City, Lucia wartet sicher schon. Wir geraten in keine weitere Polizeikontrolle und finden ohne Umweg unser Camp “Old Belize” bzw. “Belize Marina” ein wenig außerhalb von Belize City. Wir wollen noch etwas von der Stadt sehen bevor es dunkel wird und steigen in den nächsten Bus.

 

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Was jetzt? US oder Belize Dollar?

Der Grenzübertritt steht bevor. Die Ausreise aus Mexiko kostet pro Person 300 Pesos (17 Euro) – etwas mehr als wir dachten und deshalb nicht mehr haben. Doch der Grenzbeamte nimmt glücklicherweise jede Währung an. Wir kratzen unsere letzten Pesos, Euro und US Dollar zusammen und können ausreisen. Wir lassen uns noch bestätigen, dass wir mit unserem temporär importieren Toyota wieder ausreisen und sind damit auf der mexikanischen Seite fertig. Die Hinterlegte Kaution für den temporären Import unseres Autos, in Höhe von 4.500 Pesos (rund 260 Euro), bekommen wir leider nicht zurück, da das “Banjercito” während unserer Pause in Deutschland ablief. Dumm von uns, daran hatten wir leider nicht mehr gedacht.

Belize wir kommen! Zuerst müssen Auto und Anhänger von den “gefährlichen Keimen aus Mexiko” befreit werden. Dazu wird es mit giftigen Chemikalien abgespritzt, dann dürfen weiter zum Einreise-Schalter. fahren. Ein junger Mann fängt uns ab, nennt uns seinen Namen und erklärt uns wohin wir gehen sollen. Klar, der Mann ist ein “Schleuser”, der uns den Grenzübertritt vereinfachen will und dafür später die Hand aufhält. Die gibt es an fast jeder Grenze und solange sie einem tatsächlich helfen, geben wir auch gerne ein kleines Trinkgeld. Am ersten Schalter erhalten wir für den Visa-Stempel im Reisepass und am nächsten Tresen wird Auto und Anhänger ohne Komplikationen für den temporären Import registriert. Wir hatten Bedenken wegen dem Anhänger, da er weder in Deutschland noch in Mexiko gemeldet ist, aber das scheint niemanden zu interessieren. Danach wird das Auto grob durchsucht und die möglicherweise kontaminierten Hühnereier aus Mexiko einkassiert – bei der leckeren Ananas drückt der Grenzer ein Auge zu. Beim Anhänger muss ich lediglich die Tür öffnen. Damit sind wir eingereist, werden jedoch noch zur Auto-Versicherung – direkt gegenüber – geschickt. Wir versichern das Auto für zwei Wochen und 46,- Belize Dollar (ca. 20 Euro) und sind nach knapp 2 Stunden über die Grenze. Das ging flott und reibungslos!

Jan kommentiert, dass wir nun keine Versicherung für den Anhänger haben, aber wir machen uns keine weiteren Gedanken. Wir sind happy, dass wir fertig sind und fahren zur ersten Stadt: Corozal. Lucia nimmt sich ein Taxi und wir tuckern hintereinander her. Wir nutzen Jans Walki Talkies vom Gleitschirm fliegen, um uns während der Fahrt zu verständigen.

Wir erreichen den Campingplatz und fragen beim Einfahren auf das Gelände den Besitzer nach dem Preis. Er sagt 20 Dollar inkl. Strom. Natürlich gehen wir von Belize Dollar aus, wir sind schließlich in Belize – zumal wir von anderen Reisenden den gleichen Preis erfahren hatten. Nachdem wir unser Lager aufgeschlagen haben, gehe ich zahlen. Der Besitzer verlangt nun 20 US Dollar kosten, sprich 40 Belize Dollar, also das Doppelte. Das ist Abzocke! Ich bin stink sauer, gehe zurück zu Jan und Lucia und beschwere mich über die frechen Belizianer. Ich checke noch einmal im iPad den Preis, den Andere gezahlt haben und laufe zurück zum Office. Ich erkläre, dass wir auf Empfehlung hier seien und sein Preis nicht fair sei. Ich zeige ihm den Eintrag auf dem iPad. Er entschuldigt sich mit der Ausrede, dass lediglich der Strom 20 Belize Dollar kostet, ohne Strom kostet es 20 Belize Dollar. Wir sind uns sicher, dass der Preis den andere zahlten inklusive Strom war, aber in diesem Fall verzichten wir einfach auf die Steckdose und sparen uns die 20 Belize Dollar. Unser erster Eindruck von Belize ist ein weniger gedämpft.

Wir schauen uns dennoch das kleine Städtchen an. Immerhin wissen wir nun, dass wir bei den Preisen stark aufpassen müssen, um welche Art Dollar es sich handelt. 🙂