Panamericana 2013

… irgendwo zwischen Alaska und Feuerland

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El Salvador wir kommen!

Dora takes over the landcruiser

Dora takes over the landcruiser

Wir verlassen Monterrico. Nach unserer langen Zeit in Guatemala steht nun der Grenzübertritt nach El Salvador an. Unsere ersten km zurück nach Antigua legen wir nicht auf dem Landweg, sondern auf dem Wasser zurück. Eine spannende Bootsfahrt steht bevor. Die Bilder zeigen warum. Nicht nur, habe ich Bedenken dass wir möglicherweise sinken, nein, ich halte bei Gegenverkehr auch immer die Luft an denn unser Kapitän ist nicht unbedingt ein Meister im Lenken und steuert direkt auf die entgegenkommenden Boote zu. Wir haben es aber, nach 20 Minuten, trockenen Fußes an Land geschafft.

An der Grenze erwarten uns schon aufdringliche “Helfer” auf der guatemaltekischen Seite. Während Jan im Auto wartet, kümmere ich mich um die Ausreise und den Papierkram. Alles verläuft reibungslos und ist innerhalb von 20 Minuten erledigt.

Sticker number 7 for El Salvador

Sticker number 7 for El Salvador

Nun zur Einreise in El Salvador. Es ist nicht viel los aber dennoch dauert alles länger als uns lieb ist. Für zentralamerikanische Verhältnisse kommen wir aber auch hier gut voran. Nach ca. 2 Stunden haben wir neue Passstempel und neue Importpapiere für Auto und Anhänger. Die Einreise mit Dora war kein Problem. Wir zeigen dem Beamten lediglich den Impfausweis und den Hund und dürften weiter. Zu zahlen war nichts.

Unser erstes Ziel in El Salvador ist ein natürliches Thermalbad “Termales Santa Teresa”. Die Anlage ist sehr schön angelegt und bietet viele Pools zum Schwimmen oder Relaxen. Die Temperaturen der Becken variieren zwischen “zu heiß” und schön kalt.
Die Idee, auch hier ein Video zu drehen kam uns direkt in den Sinn. Der Manager musste nicht lange überlegen und war von der Idee begeistert, vor allem die Aufnahmen der Drone reizen ihn sehr. So kam es, dass wir eine Woche hier verbringen durften und dieses Video aufgenommen haben.

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Es wird heiß.

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Calm beach flight in the sunset!

Eines Tages mussten wir von Antigua und dem Tierheim Abschied nehmen denn wir können und wollen nicht unsere verbleibende Reisezeit in Guatemala verbringen. (Infos zur Visa Verlängerung ganz unten)
Unser Weg geht an den Strand nach Monterrico. Dort verbringen wir eine Woche im Johnny’s place hotel. Normalerweise kommen wir nicht in Hotels unter aber diesmal hatte Jan einen Filmauftrag. Er soll ein Promotion Video drehen.
Dora und ich genießen also das Strandleben während Jan arbeitet 😉 Was wir auch sehr genießen ist das Hotelzimmer und das Restaurant denn unsere Gage ist die kostenfreie Unterkunft und Verpflegung.

Sollte mal jemand nach Monterrico kommen, wir können Johnny’s Hotel sehr empfehlen. Warum seht ihr im Video, welches, wie ich finde sehr gut geworden ist.

Jan hatte zwar einen Job zu erledigen aber dennoch blieb Zeit zum Fliegen. Rekordverdächtige 2x am Tag ;)!
Einer seiner Flüge war atemberaubend denn er konnte zwei Wale von oben beobachten. Auf dem Foto kann man sie sehr klein erkennen aber es war sicherer hoch übers Meer zu fliegen, im Falle dass der Motor den Geist aufgibt.

unbenannt (12 von 23)

Dora – who else?

Dora war zum ersten Mal am Strand. Morgens stand ein kleiner Strandspaziergang an denn tagsüber war es viel zu heiß. Sie mag es zwar, ist aber auch gerne faul und legt sich in eine kalte Ecke. Ein richtiger Strandhund ist sie nicht denn sie hat große Angst vorm Wasser und den Wellen. Aber ich kann sie verstehen, die Wellen hier sind enorm und hauen einem im wahrsten Sinne des Wortes um.

 

 

 

 

P.S: Visa & Auto-Importpapiere der CA4 Länder verlängern.
Eine Verlängerung um 90 Tage IST möglich. Sowohl für Personen als auch für das Auto.

Zuerst muss das Touristenvisa verlängert werden. Immigration Office Extranjeria in Zone 4. Direccion General de Inmigracion (Extranjeria), Avenida 6, 3-11, Öffnungszeiten: Montag-Freitag (nicht an Feiertagen) 8:30am-4:30pm
Im Office im 1. Stockwerk zu Fenster 1 gehen. Dort bekommt man ein Formular zum Ausfüllen und einen “Wartenummern-Zettel”
Die aktuelle Nummer wird auf einem Display im Wartesaal angezeigt. Das Warten nimmt die längste Zeit in Anspruch.
Das ausgefüllte Formular, den Original Reisepass, ein Passfoto, zwei Kopien des Reisepasses (der Fotoseite), eine Kopie der Kreditkarte Vorder- und Rückseite oder ein Ausreise Flugticket sowie 115,- Q pro Person werden benötigt. Bezahlt wird allerdings erst bei Abholung.
5 Arbeitstage später kann man seine Dokumente im selben Office wieder abholen. Dazu direkt an Fenster 2 melden.

Zur Verlängerung der Importpapiere für Auto/Motorrad: Die Fahrzeuge beim SAT Office am Flughafen (GPS: N14 35.056 W90 31.829) vorzeigen. Hierzu benötigt man die ursprünglichen Import Dokumente, den Pass des Fahrzeugbesitzers und das neue, verlängerte Touristenvisa.
Der Prozess war bei uns in einer guten halben Stunde abgewickelt, bezahlen mussten wir nichts.

 

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Wir bleiben nicht lange in Antigua und wir adoptieren keinen Hund

Training Time !

Training Time !

Wir verlassen AWARE und fahren nach Antigua um dort für zwei Tage zu stehen. Dann wollen wir weiter nach El Salvador. Aber, bekanntlicherweise ändern sich unsere Pläne und wir bleiben nicht zwei Tage, sondern mehr als 5 Wochen in Antigua. Warum?

Ich habe erneut in einem Tierheim geholfen. Dieses mal war es allerdings ein Tierheim “der Extraklasse”. Linda und Terry beherbergen “nur” bis zu 25 Hunden. Die Hunde werden trainiert, sind sauber, gesund, kastriert, benehmen sich und sind gut sozialisiert.
Wer das kleine Tierheim “Unidos para los Animales” unterstützen möchte, kann gerne mal auf die HP schauen. Jeder Cent wir zum Wohl der Tiere investiert.

Linda konnte uns eine hervorragende Campingmöglichkeit beschaffen. Wir kampierten bei ihren Nachbarn auf dem Grundstück. Wir durften das Bad benutzen und hatten einen großen Garten für uns alleine und es war wesentlich ruhiger als in Antigua bei der Touristen Polizei. Die Besitzer des Hauses lebten momentan nicht vor Ort da sich das Haus im Umbau befindet.

Im Tierheim habe ich einiges über das “Klicker Training” gelernt. Zuerst war ich skeptisch was diese “neumodische” Methode bewirken soll aber ich habe es mit eigenen Augen gesehen. Es klappt! Hervorragend!!!
Außerdem sind wir mit den Hunden spazieren gegangen, haben Sie gebadet, mit ihnen gespielt oder nur gekuschelt.

Love u!

Love u!

Wir haben, noch bei der Polizei, Achmet und Mira kennen gelernt. Sie bereisten ebenfalls Zentralamerika und sich mit einem Wohnmobil unterwegs. Als die beiden den Vulkan “Agua” bestiegen haben, ist ihnen ein kleiner Welpe den ganzen Weg nach oben gefolgt. Runter hat der Kleine es dann nicht mehr aus eigener Kraft geschafft und Achmet musste ihn herunter tragen. Ok, was macht man nach einem solchen Hunde-Erlebnis? ICH würde ihn natürlich sofort mit nach Hause nehmen aber Achmet und Mira waren unschlüssig und ließen den Welpen im Ort zurück.
Sobald wir diese Geschichte gehört hatten drängten wir die beiden dazu den Welpen zu holen. Nein, so ganz stimmt es nicht. Mira wollte eigentlich einen Hund, wusste aber nicht wie das mit der Reise zu vereinbaren ist und Achmet war nicht abgeneigt. Wir mussten also lediglich ein klein wenig Mut zusprechen 😉
Am nächsten Tag fuhren Achmet, Mira und Jan in den Ort zurück. Nach nur 10 Minuten fand der Welpe den Weg zu seinen neuen Eltern und war überglücklich sie zu sehen. Was für eine niedliche Geschichte!
Ayla hat nun ein tolles zuhause und ist nun ein glücklicher, aufgeweckter Hund.

Ich war leider nicht bei der “Rettungsaktion” dabei. Ich war im Tierheim. Heute kamen drei neue Hunde von einer Frau die sich ebenfalls um die Rettung von Straßenhunden kümmert – sich aber nicht um die Vermittlung kümmern kann.
Linda hatte mich gefragt, ob wir nicht einen der drei Kleinen “fostern” wollen bis er/sie ein zuhause in den USA findet. Fostern bedeutet den Hund für eine gewisse Zeit zu adoptieren, ihn an ein Leben in einem Haus zu gewöhnen, ihm die wichtigsten Grundmanieren beizubringen und an das Schlafen in einer Reisebox.

Love her!

Love her!

LOGO! Das machen wir (ich) doch gern! Ich wusste sofort, dass ich Dora, die kleine weiße Hündin mit den braunen kreisrunden Flecken fostern möchte. Dora gewöhnte sich schnell an uns und die Tage vergingen. Einer, zwei, drei…
Was passiert wenn wir (ich) einen kleinen, süßen, sehr cleveren Hund für ein paar Tage aufnehme und er sogar auf der Couch mit uns kuscheln darf?
Richtig! Ich verliebe mich und will sie nicht zurück geben. Auch Jan hat sich in Dora verliebt und wir recherchieren wild im Internet wie wir eine Hund aus Guatemala nach Deutschland importieren können. Was leider nicht ganz so einfach ist wie aus Mexiko. Lissy bekommt also bald eine super Spielkameradin. Wir sind uns sicher, dass sich die beiden sehr gut verstehen werden.

Zum Import eines Hundes aus Zentralamerika hier mehr: http://www.bmel.de/DE/Tier/HausUndZootiere/Heimtiere/_Texte/HeimtiereEinreiseregelung.html

It definitely was time to fly again without motor!

It definitely was time to fly again without motor!

Während ich im Tierheim ausgeholfen habe, hat Jan Gleitschirmflieger kennengelernt und war einige Male fliegen.
Außerdem besuchte er eine “Airshow” die ziemlich abgefahren war – wie ich finde. Wenn die Flugzeuge so nah am Publikum vorbei fliegen dann kann das nur in Zentralamerika sein 😉
Hier das Video:

Die Hunde sind also der Grund, dass wir mehr als 5 Wochen im schönen Antigua geblieben sind.
Auch Weihnachten und Neujahr haben wir dort verbracht. Zu dem Zeitpunkt campten wir noch bei der Polizei und feierten zusammen mit anderen Overlandern. Wir waren eine bunt gemischte “multi kulti” Gruppe aus der ganzen Welt: Frankreich, Deutschland, Indien, Türkei, Australien, Chile und Argentinien. Iza, unsere Bekannte von AWARE kam auch vorbei und wir hatten eine witziges Silvesterfeier!

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300 Hunde – 90 Katzen. AWARE

Hey! Wollt ihr uns nicht mit nehmen?

Nach der Entspannungswoche am Lago Atitlan wollen wir “was Gutes tun” und in einem Tierheim helfen. Online hatte ich vom Tierheim AWARE mit mehr als 300 Hunden und 90 Katzen gelesen. Bei so vielen Tieren ist Hilfe immer gefragt. Wir können unsere Eindrücke kaum in Worte fassen.

Die Straßenhunde, die entweder von Autos angefahren, von Menschen an kurze Leinen gelegt, mit der Machete geschlagen oder anders misshandelt wurden, finden hier ein “zu Hause”, aber leider entsprechen die hygienischen Umstände nicht unseren deutschen Vorstellungen.

Sich um 300 Hunde zu kümmern – die Gehege sauber zu halten, den Auslauf zu gewährleisten, die medizinische Versorgung sicher zu stellen und jedem einzelnen Hund ein wenig Liebe und Zuwendung zu geben, ist bei der Menge an Hunden nicht möglich. Das Tierheim beherbergt definitiv zu viele Tiere, so dass uns der Anblick mancher Gehege zu Tränen rührt.

Nicht jedes Tier ist gesund, Flöhe wimmeln im Boden, der aus Kostengründen leider nicht geteert werden kann und Krankheiten können sich schnell übertragen. Wir helfen zwei Wochen, säubern Gehege, gehen Spazieren und spenden den armen Vierbeinern ein klein wenig Liebe. Außerdem besorgen wir Holzreste bei einer Holzfabrik und bauen damit 15 Hundehütten. Wir Fliesen außerdem zwei Räume der Quarantäne Station und verlassen nach zwei Wochen schweren Herzens und ohne Hund das Tierheim.

Es weihnachtet auch hier… 😉

 

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Umgeben von Vulkanen am Lago Atitalan

Unser Camp @ Panajachel

Unser Camp @ Panajachel

Nach unserer Vulkanwanderung wollen wir uns ein wenig entspannen und am Lago Atitlan nach Ruhe suchen. Vorher kaufen wir allerdings noch auf dem Markt in Sololá ein, ein Markt ohne Touristen mit unschlagbar günstigen Preisen.

Der Lago (See) Atitlan hat eine Fläche von 130km², ist 18km lang und ist umgeben von drei Vulkanen. Er liegt in einem Krater der durch die Explosion eines sehr großen Vulkans entstand.  Um den See liegen kleine Orte wie z.B. Pana(jachel), San Pedro und San Marcos. Unser erstes Ziel ist der Ort “Pana” welcher uns nicht besonders begeistert. Unser Camp direkt am See ist allerdings herrlich, wir haben einen super Blick auf den See und die Vulkane.

Per Wassertaxi erreichen wir die umliegenden Orte. San Pedro sagt uns ebenfalls nicht zu, es ist sehr touristisch und geprägt von Party, Feuerwerken, Drogen und Souvenirläden. Nicht unser Geschmack!

In San Marcos soll es einen sehr schönen Campingplatz geben, also packen wir unsere Sachen und steuern diesen an. Die Straße in das kleine Dörfchen geht steil bergab. Sehr steil! Wir fragen uns bereits beim herunter fahren, ob wir es je wieder nach oben schaffen werden.

In San Marcos selbst ist nicht viel los. Es scheint fast ausgestorben. Hier ist das Motto: Meditation, Yoga, Entspannen! Der Campingplatz liegt ein wenig außerhalb und wir quälen an Anhänger über übelste Schotterpisten. Es lohnt sich allerdings. Der Platz bei Pierre, einem französichen Auswanderer ist fantastisch – wir bleiben eine ganze Woche.

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2.000 Höhenmeter an einem Tag. Vulkan Acatenango

Da! Fuego... aber

7 Uhr früh auf knapp 4.000 Metern. Fuego zum Greifen nah

Dieser Trip wird unvergesslich bleiben. Bevor wir gestartet sind, wussten wir, dass es nicht leicht sein wird den 4.000 Meter Hohen Vulkan “Acatenango” zu besteigen. Wir wollen es natürlich dennoch und bereiten uns seelisch und moralisch darauf vor indem wir uns immer wieder sagen, dass es nicht leicht wird aber wir immerhin unser eigenes Equipment wie Zelt, Isomatte, Schlafsack und Trekkingrucksäcke dabei haben. Somit müssen wir uns nicht mit den “alten” Leihsachen der Touranbieter herumärgern. Mit vollgepackten Rucksäcken startet unsere Tour morgens um 9 Uhr. Es ist steil, wird steiler und bleibt steil. Ein Alptraum aber wir werden immer mal wieder mit traumhaften Blicken aufs Tal belohnt. Leider wurde Jan Höhenkrank und hatte eine seiner schlimmsten Nächste oben im Krater. Außerdem brachte uns unser Guide an einen Nachtplatz von dem aus der aktive Vulkan “Fuego” nicht aus dem Zelt zu sehen war. Um einen Blick auf den Vulkan zu haben, hätten wir 50 Meter aus dem Krater laufen müssen. Keiner von uns wollte allerdings noch einen Meter laufen und wir blieben fast den ganzen Abend im Zelt. Somit haben wir es verpasst den Vulkan aktiv zu sehen. (Wir wir im Nachhinein erfahren haben, gibt es einen Nachtplatz von dem man aus dem Zelt eine super Sicht auf den Fuego hat! Wir ärgern uns grün und blau aber das nutzt nun auch nichts mehr)