Panamericana 2013

… irgendwo zwischen Alaska und Feuerland

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Kaffee, Café, Coffee

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Frisch geröstete Kaffeebohnen

Nach einem langen Gespräch mit dem Inhaber von Tofino Coffee kommen uns verrückte Ideen in den Sinn. Ein eigenes, kleines Café eröffnen steht schon länger auf unser Geschäftsideen-Liste – nun noch eine neue Idee im Kaffee Business: Der Handel mit rohen Bohnen. Jan ist begeistert von der Idee und redet pausenlos vom großen Geld 😉

Bevor wir Tofino verlassen, spazieren wir am Strand entlang und finden super hübsche Muscheln. Wir genießen den Sand unter den Füßen und beschäftigen uns mit der Frage “Was machen wir eigentlich nach der Reise?”
Auf dem Weg nach Uclulet, auf der anderen Seite der Landzunge, finden wir einen kleinen hippi Campingplatz. Wir fragen nach dem Preis und erklären, dass wir eine lange Reise machen und nicht viel Geld fürs Übernachten ausgeben können. Der Typ findet unsere Reise klasse und lässt uns kostenlos parken.
Der chillige Campingplatz bietet sogar einen Surfshop, einen Burger- und Süßigkeiten-Wagen, mit vielen verlockenden Angeboten, und ein großes Lagerfeuer in der Mitte vom Platz.

Das Wetter schlägt um, das Thermometer zeigt nur noch 14 Grad. Es ist windig und kalt.
Trotz “Kälte” laufen wir einen kleinen Trail zu einem Leuchtturm und lassen uns den frischen Wind um die Ohren pusten.

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Das Wetter treibt uns Richtung Landesinnere. Auf diesem Weg passieren wir Port Alberni. Dort möchten wir uns die Rösterei anschauen, dessen Inhaberin wir auf dem Wochenmarkt in Qualicum Beach vor einigen Tagen kennen gelernt hatten. Vorher rasten wir an einem glasklaren Fluss in einer Nebenstraße. Jan ist begeistert und kann es nicht lassen auch hier ins nur 11 Grad kalte Nass zu springen. Die Abkühlung macht hungrig, wir kochen uns was, chillen und testen zum ersten mal unsere Solardusche die ausgezeichnet funktioniert.

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Soll ich oder soll ich nicht ins Wasser?

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Die Antwort kam schnell…

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…erfrischend und nass…

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…aber Jan hat seinen Spaß…

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… im 11 Grad kalten aber glasklaren Wasser.

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Duschen in freier Natur.

In Port Alberni suchen wir die Rösterei und werden fündig. Es ist ein normales Haus in einem Wohngebiet, man kann von außen nicht erkennen das hier Kaffee geröstet wird. Barbara und Dave zeigen uns stolz ihre kleine ‘Kaffeefarm’ im Garten. Dave ist für heute eigentlich schon fertig mit Rösten, wirft aber nochmal die Maschine an, um uns zu zeigen wie aus geruchlosen grünen Bohnen die bekannten, brauen, lecker duftenden Kaffeebohnen werden. Der Prozess um ca. 3kg Bohnen zu rösten dauert rund 15 Minuten und erfordert einen Menge Erfahrung. Dave beherrscht jeden Regler seiner kleinen Röst-Maschine und weiß genau nach wie vielen Sekunden er die Temperatur zu ändern hat, damit die Bohnen nicht bitter werden.

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Die rohen Bohnen sehen völlig anders aus…

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… ein wenig wie Linsen und sind fast geruchlos.

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Auf die Sekunde genau getimed öffnet Dave den Röster …

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… und herrlich duftende Bohnen kommen zum Vorschein.

Die beiden erzählen uns von einem sehr gut laufenden Café Namens ‘Fogg Dukker’ in Campbell River. Die junge Inhaberin würde jede Woche einige Kilo geröstete Kaffeebohnen bestellen – der Laden würde brummen. Das klingt sehr spannend und wir fragen uns:
– Wie sieht der Laden wohl aus?
– Was gibt es alles, nur Kaffee oder auch Essen?
– Welche Preise werden verlangt?
– Wo ist es gelegen?
Eigentlich liegt Campbell River gar nicht auf unserem Weg – wir nehmen den Umweg von 224km dennoch in Kauf und schauen uns den vielversprechenden Caféshop an.

Wir sind ein wenig enttäuscht von der Bude, was uns aber zeigt, dass ein Laden auch so laufen kann. Die Idee vom eigenen Café ist also wieder bestärkt.

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Nicht sonderlich hübsch, aber dennoch gut besucht.

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Allerdings wird hauptsächlich an Einheimische verkauft – die muss man scheinbar nicht mit “Design” locken.

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Die kleine Feuerstelle lockt zur Abendstunde die Besucher an.

Campbell River ist nicht weit entfernt von Comos, wir statten Ami und Stefan also noch mal einen Besuch ab und dürfen erneut im Gartenhäuschen übernachten.

Auf dem weiteren Weg nach Victoria machen wir Rast in Chemainus einer kleinen Stadt die uns wegen der schönen Gemälde auf den Häuserwänden als Tipp mitgegeben wurde.

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Gelbe Fussspuren markieren einen Rundweg …

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… um möglichst viele der Wandgemäle zu sehen.

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Echt oder Zeichnung? 🙂

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Schöne Häuse, aber recht wenig los.

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Überall entstehen neue Wandgemälde

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… die am Anfang noch recht trist aussehen …

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… später aber täuschend echt wirken.

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Wir finden keinen Campingplatz der entweder unserem Budget entspricht oder noch Plätze frei hat. Wir fahren und fahren und laden letztendlich in Victoria City. Der Walmart gehört leider zu einer Mall und hat keinen eigenen Parkplatz (was bedeutet, dass wir dort nicht übernachten können). Wir sind genervt und verfluchen die doofe Sucherei. Glücklicherweise kann uns die freundliche Dame vom Customer Service bei Walmart einen zweiten Walmart in der Stadt nennen auf dem das übernachten erlaubt ist. Die schlechte Laune ist vergessen und wir sind happy, dass die Suche ein Ende hat.

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Pancakes. Globetrotter Frühstück am Auto