Panamericana 2013

… irgendwo zwischen Alaska und Feuerland

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Wir bleiben nicht lange in Antigua und wir adoptieren keinen Hund

Training Time !

Training Time !

Wir verlassen AWARE und fahren nach Antigua um dort für zwei Tage zu stehen. Dann wollen wir weiter nach El Salvador. Aber, bekanntlicherweise ändern sich unsere Pläne und wir bleiben nicht zwei Tage, sondern mehr als 5 Wochen in Antigua. Warum?

Ich habe erneut in einem Tierheim geholfen. Dieses mal war es allerdings ein Tierheim “der Extraklasse”. Linda und Terry beherbergen “nur” bis zu 25 Hunden. Die Hunde werden trainiert, sind sauber, gesund, kastriert, benehmen sich und sind gut sozialisiert.
Wer das kleine Tierheim “Unidos para los Animales” unterstützen möchte, kann gerne mal auf die HP schauen. Jeder Cent wir zum Wohl der Tiere investiert.

Linda konnte uns eine hervorragende Campingmöglichkeit beschaffen. Wir kampierten bei ihren Nachbarn auf dem Grundstück. Wir durften das Bad benutzen und hatten einen großen Garten für uns alleine und es war wesentlich ruhiger als in Antigua bei der Touristen Polizei. Die Besitzer des Hauses lebten momentan nicht vor Ort da sich das Haus im Umbau befindet.

Im Tierheim habe ich einiges über das “Klicker Training” gelernt. Zuerst war ich skeptisch was diese “neumodische” Methode bewirken soll aber ich habe es mit eigenen Augen gesehen. Es klappt! Hervorragend!!!
Außerdem sind wir mit den Hunden spazieren gegangen, haben Sie gebadet, mit ihnen gespielt oder nur gekuschelt.

Love u!

Love u!

Wir haben, noch bei der Polizei, Achmet und Mira kennen gelernt. Sie bereisten ebenfalls Zentralamerika und sich mit einem Wohnmobil unterwegs. Als die beiden den Vulkan “Agua” bestiegen haben, ist ihnen ein kleiner Welpe den ganzen Weg nach oben gefolgt. Runter hat der Kleine es dann nicht mehr aus eigener Kraft geschafft und Achmet musste ihn herunter tragen. Ok, was macht man nach einem solchen Hunde-Erlebnis? ICH würde ihn natürlich sofort mit nach Hause nehmen aber Achmet und Mira waren unschlüssig und ließen den Welpen im Ort zurück.
Sobald wir diese Geschichte gehört hatten drängten wir die beiden dazu den Welpen zu holen. Nein, so ganz stimmt es nicht. Mira wollte eigentlich einen Hund, wusste aber nicht wie das mit der Reise zu vereinbaren ist und Achmet war nicht abgeneigt. Wir mussten also lediglich ein klein wenig Mut zusprechen 😉
Am nächsten Tag fuhren Achmet, Mira und Jan in den Ort zurück. Nach nur 10 Minuten fand der Welpe den Weg zu seinen neuen Eltern und war überglücklich sie zu sehen. Was für eine niedliche Geschichte!
Ayla hat nun ein tolles zuhause und ist nun ein glücklicher, aufgeweckter Hund.

Ich war leider nicht bei der “Rettungsaktion” dabei. Ich war im Tierheim. Heute kamen drei neue Hunde von einer Frau die sich ebenfalls um die Rettung von Straßenhunden kümmert – sich aber nicht um die Vermittlung kümmern kann.
Linda hatte mich gefragt, ob wir nicht einen der drei Kleinen “fostern” wollen bis er/sie ein zuhause in den USA findet. Fostern bedeutet den Hund für eine gewisse Zeit zu adoptieren, ihn an ein Leben in einem Haus zu gewöhnen, ihm die wichtigsten Grundmanieren beizubringen und an das Schlafen in einer Reisebox.

Love her!

Love her!

LOGO! Das machen wir (ich) doch gern! Ich wusste sofort, dass ich Dora, die kleine weiße Hündin mit den braunen kreisrunden Flecken fostern möchte. Dora gewöhnte sich schnell an uns und die Tage vergingen. Einer, zwei, drei…
Was passiert wenn wir (ich) einen kleinen, süßen, sehr cleveren Hund für ein paar Tage aufnehme und er sogar auf der Couch mit uns kuscheln darf?
Richtig! Ich verliebe mich und will sie nicht zurück geben. Auch Jan hat sich in Dora verliebt und wir recherchieren wild im Internet wie wir eine Hund aus Guatemala nach Deutschland importieren können. Was leider nicht ganz so einfach ist wie aus Mexiko. Lissy bekommt also bald eine super Spielkameradin. Wir sind uns sicher, dass sich die beiden sehr gut verstehen werden.

Zum Import eines Hundes aus Zentralamerika hier mehr: http://www.bmel.de/DE/Tier/HausUndZootiere/Heimtiere/_Texte/HeimtiereEinreiseregelung.html

It definitely was time to fly again without motor!

It definitely was time to fly again without motor!

Während ich im Tierheim ausgeholfen habe, hat Jan Gleitschirmflieger kennengelernt und war einige Male fliegen.
Außerdem besuchte er eine “Airshow” die ziemlich abgefahren war – wie ich finde. Wenn die Flugzeuge so nah am Publikum vorbei fliegen dann kann das nur in Zentralamerika sein 😉
Hier das Video:

Die Hunde sind also der Grund, dass wir mehr als 5 Wochen im schönen Antigua geblieben sind.
Auch Weihnachten und Neujahr haben wir dort verbracht. Zu dem Zeitpunkt campten wir noch bei der Polizei und feierten zusammen mit anderen Overlandern. Wir waren eine bunt gemischte “multi kulti” Gruppe aus der ganzen Welt: Frankreich, Deutschland, Indien, Türkei, Australien, Chile und Argentinien. Iza, unsere Bekannte von AWARE kam auch vorbei und wir hatten eine witziges Silvesterfeier!

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300 Hunde – 90 Katzen. AWARE

Hey! Wollt ihr uns nicht mit nehmen?

Nach der Entspannungswoche am Lago Atitlan wollen wir “was Gutes tun” und in einem Tierheim helfen. Online hatte ich vom Tierheim AWARE mit mehr als 300 Hunden und 90 Katzen gelesen. Bei so vielen Tieren ist Hilfe immer gefragt. Wir können unsere Eindrücke kaum in Worte fassen.

Die Straßenhunde, die entweder von Autos angefahren, von Menschen an kurze Leinen gelegt, mit der Machete geschlagen oder anders misshandelt wurden, finden hier ein “zu Hause”, aber leider entsprechen die hygienischen Umstände nicht unseren deutschen Vorstellungen.

Sich um 300 Hunde zu kümmern – die Gehege sauber zu halten, den Auslauf zu gewährleisten, die medizinische Versorgung sicher zu stellen und jedem einzelnen Hund ein wenig Liebe und Zuwendung zu geben, ist bei der Menge an Hunden nicht möglich. Das Tierheim beherbergt definitiv zu viele Tiere, so dass uns der Anblick mancher Gehege zu Tränen rührt.

Nicht jedes Tier ist gesund, Flöhe wimmeln im Boden, der aus Kostengründen leider nicht geteert werden kann und Krankheiten können sich schnell übertragen. Wir helfen zwei Wochen, säubern Gehege, gehen Spazieren und spenden den armen Vierbeinern ein klein wenig Liebe. Außerdem besorgen wir Holzreste bei einer Holzfabrik und bauen damit 15 Hundehütten. Wir Fliesen außerdem zwei Räume der Quarantäne Station und verlassen nach zwei Wochen schweren Herzens und ohne Hund das Tierheim.

Es weihnachtet auch hier… 😉

 

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Umgeben von Vulkanen am Lago Atitalan

Unser Camp @ Panajachel

Unser Camp @ Panajachel

Nach unserer Vulkanwanderung wollen wir uns ein wenig entspannen und am Lago Atitlan nach Ruhe suchen. Vorher kaufen wir allerdings noch auf dem Markt in Sololá ein, ein Markt ohne Touristen mit unschlagbar günstigen Preisen.

Der Lago (See) Atitlan hat eine Fläche von 130km², ist 18km lang und ist umgeben von drei Vulkanen. Er liegt in einem Krater der durch die Explosion eines sehr großen Vulkans entstand.  Um den See liegen kleine Orte wie z.B. Pana(jachel), San Pedro und San Marcos. Unser erstes Ziel ist der Ort “Pana” welcher uns nicht besonders begeistert. Unser Camp direkt am See ist allerdings herrlich, wir haben einen super Blick auf den See und die Vulkane.

Per Wassertaxi erreichen wir die umliegenden Orte. San Pedro sagt uns ebenfalls nicht zu, es ist sehr touristisch und geprägt von Party, Feuerwerken, Drogen und Souvenirläden. Nicht unser Geschmack!

In San Marcos soll es einen sehr schönen Campingplatz geben, also packen wir unsere Sachen und steuern diesen an. Die Straße in das kleine Dörfchen geht steil bergab. Sehr steil! Wir fragen uns bereits beim herunter fahren, ob wir es je wieder nach oben schaffen werden.

In San Marcos selbst ist nicht viel los. Es scheint fast ausgestorben. Hier ist das Motto: Meditation, Yoga, Entspannen! Der Campingplatz liegt ein wenig außerhalb und wir quälen an Anhänger über übelste Schotterpisten. Es lohnt sich allerdings. Der Platz bei Pierre, einem französichen Auswanderer ist fantastisch – wir bleiben eine ganze Woche.

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2.000 Höhenmeter an einem Tag. Vulkan Acatenango

Da! Fuego... aber

7 Uhr früh auf knapp 4.000 Metern. Fuego zum Greifen nah

Dieser Trip wird unvergesslich bleiben. Bevor wir gestartet sind, wussten wir, dass es nicht leicht sein wird den 4.000 Meter Hohen Vulkan “Acatenango” zu besteigen. Wir wollen es natürlich dennoch und bereiten uns seelisch und moralisch darauf vor indem wir uns immer wieder sagen, dass es nicht leicht wird aber wir immerhin unser eigenes Equipment wie Zelt, Isomatte, Schlafsack und Trekkingrucksäcke dabei haben. Somit müssen wir uns nicht mit den “alten” Leihsachen der Touranbieter herumärgern. Mit vollgepackten Rucksäcken startet unsere Tour morgens um 9 Uhr. Es ist steil, wird steiler und bleibt steil. Ein Alptraum aber wir werden immer mal wieder mit traumhaften Blicken aufs Tal belohnt. Leider wurde Jan Höhenkrank und hatte eine seiner schlimmsten Nächste oben im Krater. Außerdem brachte uns unser Guide an einen Nachtplatz von dem aus der aktive Vulkan “Fuego” nicht aus dem Zelt zu sehen war. Um einen Blick auf den Vulkan zu haben, hätten wir 50 Meter aus dem Krater laufen müssen. Keiner von uns wollte allerdings noch einen Meter laufen und wir blieben fast den ganzen Abend im Zelt. Somit haben wir es verpasst den Vulkan aktiv zu sehen. (Wir wir im Nachhinein erfahren haben, gibt es einen Nachtplatz von dem man aus dem Zelt eine super Sicht auf den Fuego hat! Wir ärgern uns grün und blau aber das nutzt nun auch nichts mehr)

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Bunte Häuser, Ruinen, Polizei und viele Cafes – La Antigua

"Guck da."

“Guck da.”

Wir erreichen nach einer erneuten langen Fahrt, Antigua. Die Stadt gefällt uns gut und wir bleiben erstmal einige Tage hier. Leider gibt es keinen Campingplatz aber wir dürfen auf dem Gelände der Touristenpolizei parken. Nicht schön, aber kostenlos. Immerhin! Und außerdem super zentral. Zu Fuß ist man in weniger als 5 Minuten im Zentrum.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kaffee-Tour in Coban

Coban ist ein bekanntes Kaffeeanbaugebiet, deshalb besuchen wir einer Cafe Farm. Wir steuern Finca “Cafe Chicoj” an. Unsere digitale Straßenkarte auf dem Handy lässt schon vermuten, das wir ein wenig suchen müssen, um den Weg zu finden. In der Tat folgen bald einige nervenaufreibenden Rückwärtsfahren mit Anhänger auf schlammigen Straßen. Wir fahren zurück ins Stadtzentrum und parken den  Anhänger auf einem bewachten Parkplatz eines Einkaufscenters. Eine gute Entscheidung, denn trotz mehrfachen Fragens nach dem Straßenzustand (“Sí, sí! Road is good!”), ist die Straße alles andere als gut. Irgendwie gibt man nie auf so etwas zu fragen. Ich denke das Wort “schlecht” gibt es in einigen Landessprachen nicht – zumindest nicht in Bezug auf den Straßenzustand.

Rote (reife) Kaffekirschen

Rote (reife) Kaffekirschen