Panamericana 2013

… irgendwo zwischen Alaska und Feuerland

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Was jetzt? US oder Belize Dollar?

Der Grenzübertritt steht bevor. Die Ausreise aus Mexiko kostet pro Person 300 Pesos (17 Euro) – etwas mehr als wir dachten und deshalb nicht mehr haben. Doch der Grenzbeamte nimmt glücklicherweise jede Währung an. Wir kratzen unsere letzten Pesos, Euro und US Dollar zusammen und können ausreisen. Wir lassen uns noch bestätigen, dass wir mit unserem temporär importieren Toyota wieder ausreisen und sind damit auf der mexikanischen Seite fertig. Die Hinterlegte Kaution für den temporären Import unseres Autos, in Höhe von 4.500 Pesos (rund 260 Euro), bekommen wir leider nicht zurück, da das “Banjercito” während unserer Pause in Deutschland ablief. Dumm von uns, daran hatten wir leider nicht mehr gedacht.

Belize wir kommen! Zuerst müssen Auto und Anhänger von den “gefährlichen Keimen aus Mexiko” befreit werden. Dazu wird es mit giftigen Chemikalien abgespritzt, dann dürfen weiter zum Einreise-Schalter. fahren. Ein junger Mann fängt uns ab, nennt uns seinen Namen und erklärt uns wohin wir gehen sollen. Klar, der Mann ist ein “Schleuser”, der uns den Grenzübertritt vereinfachen will und dafür später die Hand aufhält. Die gibt es an fast jeder Grenze und solange sie einem tatsächlich helfen, geben wir auch gerne ein kleines Trinkgeld. Am ersten Schalter erhalten wir für den Visa-Stempel im Reisepass und am nächsten Tresen wird Auto und Anhänger ohne Komplikationen für den temporären Import registriert. Wir hatten Bedenken wegen dem Anhänger, da er weder in Deutschland noch in Mexiko gemeldet ist, aber das scheint niemanden zu interessieren. Danach wird das Auto grob durchsucht und die möglicherweise kontaminierten Hühnereier aus Mexiko einkassiert – bei der leckeren Ananas drückt der Grenzer ein Auge zu. Beim Anhänger muss ich lediglich die Tür öffnen. Damit sind wir eingereist, werden jedoch noch zur Auto-Versicherung – direkt gegenüber – geschickt. Wir versichern das Auto für zwei Wochen und 46,- Belize Dollar (ca. 20 Euro) und sind nach knapp 2 Stunden über die Grenze. Das ging flott und reibungslos!

Jan kommentiert, dass wir nun keine Versicherung für den Anhänger haben, aber wir machen uns keine weiteren Gedanken. Wir sind happy, dass wir fertig sind und fahren zur ersten Stadt: Corozal. Lucia nimmt sich ein Taxi und wir tuckern hintereinander her. Wir nutzen Jans Walki Talkies vom Gleitschirm fliegen, um uns während der Fahrt zu verständigen.

Wir erreichen den Campingplatz und fragen beim Einfahren auf das Gelände den Besitzer nach dem Preis. Er sagt 20 Dollar inkl. Strom. Natürlich gehen wir von Belize Dollar aus, wir sind schließlich in Belize – zumal wir von anderen Reisenden den gleichen Preis erfahren hatten. Nachdem wir unser Lager aufgeschlagen haben, gehe ich zahlen. Der Besitzer verlangt nun 20 US Dollar kosten, sprich 40 Belize Dollar, also das Doppelte. Das ist Abzocke! Ich bin stink sauer, gehe zurück zu Jan und Lucia und beschwere mich über die frechen Belizianer. Ich checke noch einmal im iPad den Preis, den Andere gezahlt haben und laufe zurück zum Office. Ich erkläre, dass wir auf Empfehlung hier seien und sein Preis nicht fair sei. Ich zeige ihm den Eintrag auf dem iPad. Er entschuldigt sich mit der Ausrede, dass lediglich der Strom 20 Belize Dollar kostet, ohne Strom kostet es 20 Belize Dollar. Wir sind uns sicher, dass der Preis den andere zahlten inklusive Strom war, aber in diesem Fall verzichten wir einfach auf die Steckdose und sparen uns die 20 Belize Dollar. Unser erster Eindruck von Belize ist ein weniger gedämpft.

Wir schauen uns dennoch das kleine Städtchen an. Immerhin wissen wir nun, dass wir bei den Preisen stark aufpassen müssen, um welche Art Dollar es sich handelt. 🙂

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Adiós Mexico! Auf zu neuen Ufern!

Bye, bye, Mexico!

Bye, bye, Mexico!

Wir sind kurz davor Mexiko zu verlassen. Unser langer Aufenthalt (insgesamt 7 Monate) in Mexiko lag zum Teil an unserem Wohnwagen-Ausbau, der stolze zwei Monate gedauert hat, aber ansonsten haben uns Land & Leute zum Verweilen animiert. Wir waren gerne in Mexiko, es hat uns sehr gefallen! Mexiko ist in manchen Teilen des Landes weit “westlicher” und moderner als wir dachten. Es gibt alles an Geschäften und Einkaufszentren, Walmart, Home Depot, Office Depot und natürlich Mc Donalds, Pizza Hut und KFC, um nur einige zu Nennen. Auch die Straßen sind größtenteils sehr gut befahrbar. Sicherlich gibt es auch Ecken, wo die Menschen nicht in Reichtum und Luxus leben – insbesondere wenn man sich abseits der guten Straßen bewegt – aber dennoch ist es weit entwickelter, als wir es uns vorher vorgestellt hatten. Vielleicht haben wir zu viel Breaking Bad geschaut oder uns von gruseligen Nachrichten im voraus beeinflussen lassen. 🙂 Die Stadt Chetumal ist unser letztes Ziel in Mexiko. Danach geht es über die Grenze nach Belize. Wir sind gespannt was uns erwartet, denn bisher haben wir nicht viel Gutes von Belize gehört. Im Grunde hören wir kurz vor einem Grenzübertritt fast ausschließlich “gut gemeinte Warnungen” über das ach so böse Nachbarland (oft stellt sich dann heraus, dass die Person noch nie dort war). Klar machen wir uns selbst ein Bild, aber wenn erst einmal schlecht über etwas geredet wird, ist man automatisch vorbelastet. _MG_1600-2Chetumal bietet, soweit wir wissen, nicht sehr viel an Sehenswürdigkeiten, außer einer Ruine außerhalb beim Campinplatz, welche wir schon beim letzen Besuch besichtigt hatten. Deshalb bleibt nicht viel als Einzukaufen und den Vorbereitungen für den Grenzübertritt. Der Copy Shop für Kopien von Pass, Führerschein und Fahrzeugschein ist schnell gefunden. Ich hatte außerdem in anderen Reiseberichten gelesen, dass Geld tauschen nützlich wäre, da es an der Grenze keine Möglichkeiten gibt an Belize Dollar zu kommen. Die Suche nach einer Wechselstube hat uns ein wenig länger auf Trab gehalten, aber auch das ist erledig. Interessanterweise bekommen wir dort für unsere Mexikanischen Pesos einen besseren Kurs als es uns Google vorrechnet. Dann steht noch Volltanken auf der Listel. Fertig! Einkaufen gehen wir im lokalen Markt in Chetumal. Die Auswahl ist groß, die Menschen fröhlich und sie erlauben uns sogar ein paar Bilder mit ihnen zu knipsen.