Panamericana 2013

… irgendwo zwischen Alaska und Feuerland

Tipps und Erfahrungen

Wir haben die Rubrik „Gepäck“ gegen „Tipps und Erfahrungen“ ersetzt.
Nach 8 Monaten auf Reisen wollen wir euch unsere Erfahrungen in den bisher bereisten Ländern kurz zusammen fassen. Eventuell finden die Ein oder Anderen sogar nützliche Tipps.


Verschiffung:

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Hafengelände Hamburg

*Deutschland, Hamburg > Kanada, Halifax: Wir haben mit Seabridge, einer Agentur die sich auf Wohnmobil Verschiffungen spezialisiert hat, von Hamburg nach Halifax verschifft. Alles hat super geklappt! Für die Abholung am Zielhafen in Halifax stellt Seabridge eine Liste zusammen, so dass man weiß was zu tun ist.

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Auf der Fähre nach Mazatlán

* Mexiko Baja California, La Paz > Mexiko Festland, Mazatlán: Es gibt zwei Möglichkeiten zu verschiffen.
1. Baja Ferry: Haustiere müssen in eine Kiste und für die komplette Überfahrt von 16 Stunden hat man keinen Zugriff zu dem Tier. Zum eigenen Auto auch nicht.
2. TMC Ferry: Hunde sind ohne Box erlaubt und dürfen sogar an Deck. Da wir uns mittlerweile einen Hund zugelegt haben, haben wir mit TMC verschifft. Lissy war an Deck und sogar in der kleinen Kantine überhaupt kein Problem.
Die Überfahrt dauert 16 Stunden. In La Paz geht es um 17 Uhr los und Mazatlán erreicht man um 9 Uhr.
Der Preis richtet sich nach der Länge des Autos. Für unseren Toyota (5m) inkl. 2 Personen haben wir 227,- EUR gezahlt. Der Preis beinhaltet sogar Abendessen und Frühstück. Der Hund ist kostenfrei.
Man kann jederzeit zum Auto und auch darin schlafen. Wir hatten einen perfektenParkplatz. Es war windgeschützt da links und rechts neben uns zwei Reihen LKWs standen und hinter uns genügend Platz war um das Dachzelt aufzuklappen. Wir haben nicht um Erlaubnis gefragt und es hat niemanden gestört. Ganz im Gegenteil. Die Meisten haben gestaunt und uns beim Aufklappen zugeguckt 🙂


Versicherung:

Am besten direkt über Seabridge eine Versicherung für Kanada und USA abschließen!
* Kanada: In Kanada bekommt man keine Versicherung wenn man nicht in Kanada lebt.
* USA: In den USA ist es möglich eine Versicherung abzuschließen. Das Auto muss allerdings in einem amerikanischen Staat registriert werden.
* Mexiko: Wir haben die Versicherung online über “Lewis & Lewis” für komplett Mexiko abgeschlossen.


Nützliches Gepäck:

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Nicht hübsch aber praktisch.

* Stirnlampen. Somit hat man immer die Hände frei.
* Fensterfolie gegen Sonneneinstrahlung und als Sichtschutz.
* fest installierter Gaskocher und Gasflaschen. Das erspart das hin- und her räumen der Gasflasche und macht das Kochen einfacher.
* große Regenplane als Regenschutz für das Dachzelt und/ oder Windschutz.
* ausziehbare Stangen die man verwenden kann um einen Wind-, Regen- oder Sonnenschutz zu bauen.
* Filter und Sieb zum Kaffee kochen. Für uns die einfachste Möglichkeit heißen Kaffee zu genießen.
* Markise gegen Sonne und Regen.
* Moskitonetz für Markise damit man in manchen Regionen nicht aufgefressen wird.
* Antibrumm gegen Moskitos. Es riecht zwar nicht gut, hilft aber.
* Afterbite Gel und “bite away” Stift. Man glaubt kaum, dass es wirkt aber beides zusammen wirkt wahre Wunder!
* Dachzelt mit “Einstieg”. Dieser ermöglicht einen trockenen Einstieg bei Regen.
* faltbarer Tisch und Stühle nehmen wenig Platz weg und sind schnell aufgebaut.


Toyota-Ausbau positiv und negativ:

Siehe Toyota Rubrik


Diesel:

* Kanada: Wir konnten immer rechtzeitig auftanken. Mindestens alle 500 km findet man eine Tankstelle  Ø 0,95 EUR / L
* USA: Auch hier hatten wir keine Schwierigkeiten Tankstellen zu finden. Ø 0,98 EUR / L
* Mexiko: In Mexiko gibt es den Monopol “Pemex”. Man tankt nicht selbst sondern lässt tanken. Immer aufpassen, dass wirklich soviel Liter getankt werden wie man haben will. Ø 0,70 EUR / L


Essen gehen:

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American Braekfast

* Kanada: Eine richtige kanadische Küche gibt es nicht. Dafür viele Fast Food Ketten. Sehr beliebt ist die Kaffee und Bagel Kette: Tim Hortons, die wir nicht besonders gut fanden. In Kanada haben wir oft Sushi gegessen. Mal mehr, mal weniger gut.
* USA: Es gibt erstaunlich viele Fast Food Ketten. Unsere Favoriten: Jack In The Box und Denny’s Ansonsten hatten wir uns selbst gekocht.
* Mexiko: Wir lieben die Tacos der kleinen, unscheinbaren Buden.








Lebensmittel kaufen:

* Kanada: Sehr teuer. Die billigste Supermarktkette ist: No Frills. Auch hier gibt es Markenartikel, jedoch wesentlich günstiger als in den anderen Supermärkten.
* USA: Günstiger als Kanada, vergleichbar mit Deutschland. Wir waren oft bei Walmart weil es dort alles gibt. Lebensmittel, Drogerie, Garten, Camping, Küche, Bad, Elektronik uvm.
* Mexiko: In manchen Gegenden sehr günstig. Große Supermärkte sind Ley, Walmart und auf der Baja Calimax.
Die Wochenmärke sind preislich unschlagbar. Obst und Gemüse kosten nur wenige Cent.


Trinkwasser:

* Kanada: Das Trinkwasser kann in verschiedenen, größeren Supermärkten an speziellen Wasserautomaten aufgefüllt werden. Man braucht nur eine eigene Flasche.
* USA: siehe Kanada
* Mexiko: Hier gibt es “Agua Purificada” Shops (sauberes Wasser). Man gibt seine eigenen Flaschen/ Tanks ab und bekommt diese innerhalb von Minuten aufgefüllt. Die Preise variieren aber es ist nicht teuer, z.B. 1,12 EUR / 20L.


Wetter:

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Sommer in Kanada

* USA, Alaska (Ende August): Es war leider sehr regnerisch. Eventuell sollte man besser vor August in den Norden fahren.
* Mexiko Baja California (Dez.): Tagsüber war es angenehm warm bei bis zu 27°C. Auch abends war es bei bis zu 15°C nicht kalt. An manchen Stränden z.B. Bahía de Los Ángeles oder auch Bahía Concepción, kann es sehr, sehr windig werden, was mit unserem Dachzelt überhaupt kein Spaß macht.
* Mexiko Festland, Puebla und Oaxaca: (Dez./Januar): Abends und Nachts kann es erstaunlich kalt werden. Unsere kälteste Nacht bisher lag knapp über dem Gefrierpunkt. Morgens wird es erst gegen 10-11 Uhr warm. Vorher müssen wir uns mit 4-8°C zufrieden geben. Dennoch steigen die Temperaturen tagsüber auf bis zu 25°C an.


Menschen:

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Unsere Gastgeber auf Vancouver Island.

* Kanada: Wir haben nur gute oder sehr gute Erfahrungen gemacht. Fremde Menschen haben uns nach Hause eingeladen, uns Bett und Badezimmer, Essen und Trinken angeboten. Wir waren sehr überrascht da wir so etwas aus Deutschland nicht kennen.
* USA: Auch hier haben wir viele freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen und wurden ebenfalls nach Hause eingeladen!
* Mexiko: Aufgrund unserer schlechten Spanischkenntnisse hatten wir bisher leider wenig Kontakt zur mexikanischen Bevölkerung. Was wir aber sagen können: Bei jeder Begegnung (Supermarkt, Wochenmarkt, Restaurant, Wäscherei, Taxi) sind die Menschen sehr freundlich. Wenn wir unsere wenigen Worte spanisch anwenden sind sie glücklich und lächeln. Auf der Baja und auch auf dem Festland haben wir statt Mexikaner viele Kanadier und Amerikaner kennen gelernt. Manche überwintern hier, Andere leben hier. Wie schon oben erwähnt sind die Kanadier und Amerikaner super freundlich und hilfsbereit – auch in Mexiko! 🙂





Wifi:

* Kanada: Eine SIM Karte mit Datentarif war uns für 30 EUR / Monat zu teuer. Wir haben immer das öffentliche Wifi der Fast Food Ketten genutzt. Je nach Region hat es mal besser, mal schlechter funktioniert.
* USA: In den USA ist das öffentliche Wifi Angebot nicht sehr gut. Wir habe uns eine AT&T SIM Karte mit Datentarif für xx EUR / Monat geleistet. Leider hatten wir nicht immer und überall Empfang.
* Mexiko: Wir haben uns eine telcel SIM Karte mit Datentarif für 25,- EUR / Monat gekauft. Der Empfang ist sehr gut. Sogar an abgelegenen Stränden können wir surfen 😉


Wäsche waschen:

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Münzen rein und warten.

* Kanada: Es gibt überall, selbst in den kleinsten Orten, Münzwäschereien. Waschmaschine/ Trockner kosten je ca. 1,50 EUR – 3 EUR
* USA: siehe Kanada
* Mexiko: In Mexiko gibt es selten Münzwäschereien. Hier gibt man die Wäsche in einer Wäscherei ab und bekommt sie ordentlich zusammen gelegt, meist am nächsten Tag, zurück. Bezahlt wird nach kg aber die Preise je kg variieren.