Panamericana 2013

… irgendwo zwischen Alaska und Feuerland

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Goodbye Vancouver Island

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Menschenmassen in Victoria

In Victoria schlendern wir durch die Stadt und stellen fest, dass wir nicht die einzigen sind. Tausende von Menschen sind heute hier. Der Grund ist eine große Oldtimer Ausstellung. Ein Auto reiht sich an das Andere – Eins eleganter als das Andere. Doch schon bald haben wir uns satt gesehen und verlassen die Stadt im Verkehrschaos.

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Unsere Zeit auf Vancouver Island geht zu Ende. Wir nehmen die Fähre zurück nach Vancouver und genießen die sonnige Überfahrt an Deck.

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Good bye Vancouver! Es hat uns sehr gefallen!

_MG_2961In Vancouver fahren wir zur Suspension Bridge, eine große Hängebrücke im Lynn Canyon Park. Als wir dort Abends ankommen, ist der Park allerdings  geschlossen und wir gehen wieder mal auf Nachtplatzsuche. Dabei landen wir in einem Wohngebiet. Nach einer Weile finden wir einen kleinen Grünstreifen am Straßenrand, ich steige aus und frage den Nachbarn ob es wohl OK wäre, wenn wie hier für eine Nacht parken und unser Dachzelt aufschlagen. Er geht erst gar nicht auf die Frage ein, sondern bietet uns direkt an, statt auf der Straße, bei ihm in der Einfahrt zu übernachten. Gleichzeitig entschuldigt er sich dafür, dass er morgen sehr früh zum Flughafen fahren muss und wir dadurch vielleicht geweckt werden. Unserer Meinung nach muss er sich dafür nicht entschuldigen, oder? 🙂

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Schwindelnde Höhe, wacklige Bücke!

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Klar. Wieder mal Schuhe aus … 🙂

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Am Ende eines Trails können Hartgesottene im eisigen Wasser baden.

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Wir fahren aus Vancouver raus bis nach Squamish wo wir einen Walmart entdecken. Die Anzahl der Wohnmobile lässt darauf schließen, dass wir hier übernachten dürfen. Neben uns steht ein junges Päarchen mit Combi, die -wie wir später im Gespräch erfahren- auch aus Deutschland kommen und durch Kanada reisen. Die Beiden haben allerdings nur einen vergleichsweise kleinen Combi, in dem sie all ihr Zeug untergebracht haben und auch darin schlafen. Wir sind immer wieder froh, dass wir das große Dachzelt haben. 😉

Auch am nächsten Tag ziehen wir die Wanderschuhe an und stiefeln 702m hinauf auf den Granitmonolith “Stawamus Chief” im gleichnamigen Provincial Park. Der Wanderweg ist -mal wieder- sehr schön angelegt. Zahlreiche Treppenstufen bringen uns Meter für Meter ein Stück weiter. Es ist anstrengend, ich schwitze und spüre meine Beine ganz deutlich. Als wir endlich oben ankommen sind wir stolz und genießen die tolle Aussicht.

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Nur für’s Foto. So dramatisch waren die Wege nicht 🙂

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Dennoch geht es oft steil nach oben zum Gipfel!

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Nach dem Abstieg sind wir KO, hungrig und müssen unbedingt duschen. Die Abkühlung holen wir uns im Alice Lake, einem kleinen sehr schönen Badesee um die Ecke und Essen gibt es aus dem Supermarkt der ‘Deli’ Abteilung.

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Es muss nicht immer das Lagerfeuer sein …

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… um ne klebrige Sauerei zu machen! 🙂

Am nächsten Morgen wache ich mit wahnsinnigem Muskelkater im Hintern auf. Ich fühle bei jedem Schritt die Treppen von gestern und laufe schlimmer als jede 70jährige.

Während ich Berichte schreibe, bastelt Jan einen neuen Deckel für den Reservekanister (mit “Druckausgleichsventil”) auf dem Dach. Danach geht’s weiter Richtung Norden.

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“Druckausgleichssystem für Kunststoffreservekanister”

Am Joffre Lake überlegen wir uns die Wanderung zum Upper Lake – einem türkisfarbenen See- zu laufen. Der Muskelkater vom gestrigen Wandertag überzeugt mich jedoch schnell, dass ich heute nirgendwo hin laufen möchte. Die wenigen Schritte zum ersten See sind schmerzlich genug. Fast schlimmer noch, sind tausende Fliegen (ausnahmsweise keine Mücken), die einem den traumhaften Anblick vermiesen, weil man keine 2 Sekunden still stehen kann ohne das einem die aggressiven Biester zu tote nerven.

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Der tolle Ausblick trübt: Um uns schwirren nervtötende (und beissende) Fliegen

Auf der weiteren Strecke durch viele kleine Ortschaften – wir rätseln immer wieder wie man hier freiwillig leben kann – versuchen wir unsere Gasflasche füllen zu lassen. Leider jedesmal ohne Erfolg. Wir erleben verschiedene Szenarien:

Stufe 1: Der Tankwart weigert sich europäische Gasflasche zu befüllen (Kennt er etwa die nächsten Stufen?)
Stufe 2: Alles passt, aber nix passiert. Kein Gas (oder Geist) in der Flasche.
Stufe 3: Der rote Sicherheitsstopfen fliegt weg. Der Tankwart ist ein Weichei und gesellt sich zu Stufe 1.
Stufe 4: Beim Füllen macht sich die komplette Flasche selbstständig und fliegt wie eine Rakete in der kleinen Tankstation umher.

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Wer braucht schon Gas. Ein schönes kleines Feuer ist viel gemütlicher!

Wir sind ratlos – und verängstigt! Warum hat es beim erstem Mal einwandfrei funktioniert? Nach der zehnten Tankstelle geben wir es auf und überlegen ob wir uns einen Kanadischen Kocher mit kanadischer Gasflasche kaufen müssen. Vorerst bleibt also unsere 2. Gasflasche leer und hoffen, das uns das Gas nicht so schnell ausgeht.

Nach einem leckeren Abendessen und einer Flasche Wein wird unsere Stimmung wieder besser und auch die 10 Dollar Campingplatzgebühr für den städtischen Campingplatz werden nicht kassiert – wir können wieder lachen.