Panamericana 2013

… irgendwo zwischen Alaska und Feuerland

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Viva Las Vegas und Death Valley NP

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New York New York Hotel

Wir erreichen einen Vorort von Las Vegas in der Dämmerung und suchen verzweifelt nach einem Nachtplatz. Walmart war unser Plan. Doof, dass campen hier ausnahmsweise mal nicht erlaubt ist. Wir steuern den Nächsten und den Nächsten an. Beim Dritten wird es erlaubt. Juhuu. Wir parken, holen den Laptop raus und gucken eine DVD. Als wir später das Zelt aufklappen registrieren wir, dass wir direkt neben dem Rollfeld des Flughafens parken.

Wir haben beide keine Lust mehr einen neuen Stellplatz zu suchen und entscheiden uns für die Ohrstöpsel – für eine Nacht geht das schon.
Der Lärm ist unglaublich. Wir machen trotz Ohrstöpsel kaum ein Auge zu und dann im Minutenabstand startet eine Maschine nach der anderen. Teilweise bebet der Boden.

Wir stehen früh auf, denn wir wollen keine Minute länger hier bleiben. Jan findet einen kleinen Park in der Nähe, wo wir die Sonne und unser Frühstück genießen. In einiger Entfernung parkt ein “ungewöhnliches Auto”, ein Pinzgauer . Das ist ein ehemaliges österreichisches Armee Fahrzeug. Jan meint, dass das bestimmt auch Globetrotter sind und 2 Minuten später begrüßen uns deren Besitzer Jason und Kate, denen unser “ungewöhnliches Auto” ebenfalls nicht entgangen ist :. Sie sind noch keine Globetrotter, wollen aber bald ihre Reise starten. Sie wohnen in Las Vegas und laden uns spontan zu sich nach Hause ein. “Ja super. Sehr gerne! Unsere letze Nacht war grausam, wir haben direkt neben dem Flughafen geschlafen!”, sage ich zu Jason. Er gibt uns seine Adresse und wir verabreden uns für heute Nachmittag.

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Kate, Jason und Hundi, dessen Namen wir leider vergessen haben

Nachdem wir gefrühstückt und in der Bücherei Berichte geschrieben haben, fahren wir los. Jason und Kate empfangen uns herzlich. Wir lernen auch Jasons Bruder und seine Freundin kennen. Samstag treffen sie sich immer um zusammen die Boxkämpfe im Fernsehen anzugucken. Kate kocht lecker Chili, wir sitzen gemütlich zusammen, gucken zu, wie sich andere die Köpfe einschlagen und quatschen. Neben dem leckeren Abendessen bekommen wir außerdem, statt einem Parkplatz sogar ein Gästezimmer mit eigenem Bad angeboten! Gegen 21 Uhr machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Pflichtprogramm Las Vegas! Dank Insider Tipps von Jason wissen wir schon wo wir hinfahren werden.

Der sog. “Strip” ist voller Menschen, voller bunter Leuchtreklame und Autos. Wir kommen nur langsam voran. Wir geben das Auto beim “Valet Parking” des Mandalay Bay Resorts ab. Wie im Fernsehen, nimmt jemand unsere Autoschlüssel gegeben und mit einem mulmigen Gefühl verwindet unser Auto um die nächste Häuserecke. Wir laufen wir durch die Kasinos und schauen uns das bunte Treiben an. Das spannendste ist, die Anderen zu beobachten. Der Großteil der Frauen hat sich extrem rausgeputzt: Mit Hochhackigen Schühchen, dem kürzesten Röckchen und dem buntesten Lippenstift ziehen sie los. Mir macht den Anschein, als seien sie nur hier um gesehen zu werden. Die Männer hingegen sind leger oder mit Anzug gekleidet. Für die Herren der Schöpfung gehts nicht ums “Da sein” sondern ums “Zocken”. Geld spielt scheinbar keine Rolle.

Wir wollen natürlich auch zocken, zum Spaß. 50 Dollar ist unser Spiel-Budget. Als ich dem “House Dealer”, das ist der der die Karten austeilt, den ersten Geldschein in die Hand drücke, fragt er mich nach meinem Ausweis und sagt: “Du musst mind. 21 Jahre alt sein um am Tisch Platz zu nehmen!”
“Oooops. Meinen Ausweis? Den hab ich nicht dabei!” antworte ich. Daraufhin gibt Jan ihm das Geld, er hat seinen Ausweis dabei. Gute Idee, aber ich darf ohne Ausweis nicht mal am Tisch bleiben – eigentlich nicht mal im ganzen Kasino. “Sch…”, sage ich zu Jan. Alleine will er auch nicht zocken, also gehen wir weiter. Von Kasino zu Kasino – was anderes gibt es ja nicht 😉
Irgendwann später bummeln wir wieder zum Auto zurück, welches tatsächlich unbeschädigt gefunden wird (Jan hatte bedenken, dass jemand mit dem Auto ins Parkhaus fahren würde und irgendwo hängen bleibt) und um 3 Uhr sind wir endlich im Bett. Ich bin hundemüde und schlafe wie ein Stein. Jan weckt mich am nächsten Morgen um 10:30 Uhr.

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Hotel Excalibur

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buntes Treiben

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Jason und Kate haben mit dem Frühstück auf uns gewartet – hätte ich das gewusst, hätte ich den Wecker gestellt. Wir sitzen lange zusammen, Jason und Jan begutachten die Autos und danach geht’s weiter zum “Titus Canyon”. Kate erzählte, dass das eine sehr schöne und einfache Off-Road Strecke ins Death Valley sei.

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Auf dem Weg zum “Titus Canyon”.

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Los geht’s!

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Hieroglyphen vergangener Epochen

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Eine schöne Fahrt durch den Canyon…

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…niemand hier, außer wir.

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Wie schon erwähnt, gelangen wir direkt in den Death Valley Nationalpark. Wir schauen uns das “Badwater Basin”, den tiefsten Punkt Nordamerikas mit 85,5 Meter unter dem Meeresspiegel an und suchen einen Campingplatz. Die Nacht ist zum ersten Mal angenehm warm. Wir schlafen ohne Tropendach und haben alle Fenster geöffnet!

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Wir bleiben leider nicht lange hier, denn unsere VISA-Zeit in den USA rennt davon. Weiter geht’s zum Yosemite Nationalpark durch Death Valley. Immerhin bekommen wir aus dem Auto noch was zu sehen.

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Endlos lange, nagelneue Straßen…

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…und endlose Weite.

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Leider gibts hier nicht genug Regen.

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Große Sanddünen.