Panamericana 2013

… irgendwo zwischen Alaska und Feuerland

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Wäsche waschen und Montreal erkunden

Unser Lunchpaket

Der Supermarkt Parkplatz auf dem wir übernachtet haben ist noch ziemlich leer, wir fahren in eine Ecke und machen unser Frühstück. Das Wetter meint es gut, denn die Sonne kommt raus. Trotzdem ist es noch frisch. Unser Plan für heute: Wäsche waschen und Montreal erkunden. Dank WiFi finden wir Adressen von vielen Waschsalons und entscheiden uns für den mit dem schönsten Namen. “Blanc en Blanc” soll unser Ziel sein.

Dort angekommen, wundern wir uns. “Das ist ein Café, keine Wäscherei!”, sage ich zu Jan. “Guck. Da steht: Cafe, Tea, Panini, Toast, Sandwich, Fruits, Oh!! und Laundry”, lese ich ihm das Schild an der Tür vor.
Wir packen unsere 7 Sachen und gehen rein. Selbst drin bin ich noch verunsichert, denn nichts erinnert an eine Wäscherei. Es ist ein kleines, niedliches, farbenfrohes Café. Die hässlichen, großen Waschmaschinen und Trockner sind quasi versteckt hinter einer Wand.

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Während die Wäsche wäscht, genießen wir einen Bananen Shake und stöbern mal wieder im Internet. Gut, dass wir uns gegen den Handy Pre-Paid Vertrag entschieden haben, denn wir finden bisher immer wieder WiFi Angebote. In manchen Ortschaften gibt es sogar ein offenes City WiFi und an den großen Supermarkt und Fast Food Parkplätzen ist es gar kein Problem ein offenes Netz zu finden. Danach machen wir uns ins Großstadt Getümmel. Wir parken nicht direkt in der Stadt und müssen ein gutes Stück laufen. Nach einem Drittel der Strecke entdecken wir eine Fahrrad-Verleih-“Station”.

Das muss man sich folgendermaßen vorstellen:

Am Straßenrand stehen bis zu 30 Fahrräder, jedes in einem eigenen Ständer. Daneben steht eine Art Parkuhr Automat. Man zahlt mit Kreditkarte pro Rad und Tag 7 Dollar und der Automat spuckt einen Zettel mit Nummer aus. Man sucht sich sein Bike aus, gibt die Nummer am Ständer ein und das Rad ist frei.
Nun kann man 30 Minuten kostenlos herum gurken. Ab 30 Minuten kostet es dann noch mal extra.
Wenn man das Rad abgeben möchte, fährt man zu einer der vielen Ausleihstationen, stellt es in einen Ständer und fertig. Will man dann erneut ein Rad leihen, so geht man zur nächsten (oder der gleichen Station), steckt die Kreditkarte in den Automaten und bekommt, ohne erneut zu zahlen, eine neue Nummer um ein Bike zu entlocken.

Wir finden die Idee super und schnappen uns 2 Räder.

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Wir fahren ein wenig planlos, mal wieder ohne Stadtplan, umher und landen in der Altstadt.

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IMG_0878Eigentlich habe ich Lust auf ein Eis aber die Preise sind unverschämt teuer. Wir können uns nicht, wie in einem 2 wöchigen Urlaub sagen “Ach komm, was soll’s. Wir sind ja im Urlaub.”, sondern müssen uns immer wieder fragen ob wir uns jeden Luxus gönnen können. Wie sind also stark und verzichten auf Eis, Crepes, Shakes etc.

Wir schlendern durch die Stadt und wollen dann zurück zum Auto radeln. Leider sind die Fahrradständer in der Stadt leer oder es ist nur noch ein Rad da. Erst weiter auswärts finden wir eine Station mit mehreren Rädern und düsen zurück.

Wir stellen fest, dass es in Montreal verboten ist auf den Supermarkt Parkplätzen zu übernachten. An jeder Straßenlaterne hängt ein großes Schild mit folgender Aufschrift

THIS PARKING IS FOR CUSTOMERS ONLY. VEHICLES PARKED ILLEGALLY WILL BE TOWED AT OWNER’S EXPENSE!

Das ist uns zu riskant. Wir fahren also raus aus der Stadt und finden einen kleinen Restaurant Parkplatz ohne Verbotsschild. Wiedermal kein idyllischer Platz aber für eine Nacht in Ordnung. Damit wir nicht auffallen, schlafen wir im Auto.